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    Bundesverband
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Bund prüft Kohortenlösung
Pressemitteilung vom 31.05.2001


Bei der BSE-Bekämpfung in einem betroffenen Bestand orientiert sich das Bundeslandwirtschaftsministerium weg von der Bestandstötung in Richtung Kohortenlösung. Auch die Europäische Kommission will ebenfalls in diese Richtung gehen verlautete aus Berlin. Der vorsorgende Verbraucherschutz bleibe dabei die oberste Richtschnur. Auf dem Weg in Richtung Kohortenlösung habe die Bundesregierung dem Bundesrat bereits eine Verordnung vorgelegt, die mehr Flexibilität schaffe. Tiere in einem betroffenen Betrieb würden demnach von der Tötung ausgenommen, wenn sie nach dem Tiermehlverfütterungsverbot vom Dezember 2000 geboren wurden oder wenn das erkrankte Tier weniger als 20 Monate vor der Feststellung von BSE im Bestand gehalten wurde. Seit Ende 2000 habe die Bundesregierung bereits zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung von BSE getroffenen. Deren positive Auswirkungen machten sich bereits bemerkbar.

An erster Stelle sei dabei das Verfütterungsverbot von Tiermehl an alle Nutztiere zu nennen. Ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Verbrauchersicherheit sei der konsequente Ausschluss von BSE-Risikomaterialien aus der Nahrungskette. Als Risikomaterialien gelten bei Rindern, Schafen und Ziegen vor allem Hirn und Rückenmark und seit 1. Januar 2001 auch der Darm von Rindern. Auch das seit 1. April geltende Verbot der Verwendung von Separatorenfleisch von Wiederkäuern in Nahrungsmitteln diene dem vorsorgenden Verbraucherschutz. Während in der EU die BSE-Tests nur für Rinder angewandt werden, die 30 Monate und älter sind, gelte in Deutschland eine Testgrenze von 24 Monaten.

In Zukunft müsse die Verabreichung von Tierarzneimitteln lückenlos nachvollziehbar in das sogenannte Stallbuch eingetragen werden. Jeder landwirtschaftliche Betrieb habe detailliert aufzuzeichnen, welches Tier welches Medikament in welcher Dosierung und zu welchem Zeitpunkt erhalten habe. Dies gelte sowohl bei der Verabreichung durch Tierärzte als auch bei Anwendung von Arzneimitteln durch den Landwirt selbst.

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