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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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LPG-Vermögen gerettet: Beschlüsse - Vergleiche – Antragsrücknahmen
Pressemitteilung vom 07.05.2004


Dr. Werner Kuchs, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsbeistand vertrat seit 1992 insgesamt 484 Mandanten gegen LPG-Nachfolger und erzielte für sie 5.609.330 € oder 11.590 € / Fall.

Stand Januar 2004: noch offene Fälle - rund 160 Verfahren bei 20 Gerichten und Oberlandesgerichte in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Siehe dazu auch Internet: www.kuchs.de

Leserbrief
In der tiefsten DDR, mit Wirkung vom 15.09.1983 wurden die Feldwege der Zusammenlegungsgenossenschaft Cannewitz enteignet. Es hat in der politischen Geschichte noch nie so eine Verdummung der Bauern gegeben wie unter Ulbricht und Honecker. 1945 sprach man von einer Enteignung der Junker und Großgrundbesitzer, danach sollte es keine Verstaatlichung von Bauernland mehr geben.

Dem war aber nicht so. Im Gegenteil: Eine Reihe Avantgardisten sprachen in Vollversammlungen der LPGs: Wir marschieren im Jahr 2000 vom Sozialismus in den Kommunismus! Damit wurde die obengenannte Landwegnahme und das folgende Überpflügen der Feldwege begründet. Eine Benachrichtigung durch den Liegenschaftsdienst gab es nicht. So existiert dieser Zustand noch heute.

Die BVVG als Sachwalterin dieser verstaatlichten Feldwege verpachtete sie nun wieder. Aber nicht an die ursprünglichen Bauern, die ihr Land für die Errichtung und Verbreiterung der Feldwege hergaben, sondern an Nachfolgeeinrichtungen der ehemaligen LPGs! Jene haben aber in unserem Fall auf diesen Wegen nichts verloren, werden dieselben nie befahren, haben jene aber von der BVVG gepachtet, um über die Fläche zu staatlichen Subventionen zu kommen. Wie viele Jahre das bereits geschieht – darüber schweigt man. Von diesen Nichtanrainern müssten die gezahlten Subventionen zurückgefordert werden, doch es geschieht nichts dergleichen!

Manfred Wachode, Cannewitz

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