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Leserbrief
Arbeitsämter zwingen Grundeigentümer
zu: Landpost 14/2004
Pressemitteilung vom 16.04.2004


Sehr geehrter Herr Tanneberger,

mit großer Erschütterung habe ich diesen Artikel gelesen. Mir scheint wichtig, dass Sie sich in dieser Sache an Ihren MdB wenden. Dieses Verhalten des Arbeitsamtes darf nicht Praxis werden. Wenn wir den Menschen im Osten schon keine Arbeit geben können, dann dürfen wir Ihnen nicht auch noch ihren Lebensinhalt rauben. Ich habe Verständnis dafür, dass das landwirtschaftliche Vermögen bei der Bewertung der Arbeitslosenhilfe nicht unberücksichtigt bleiben kann. Aber bitte nicht in dieser Form. Die Arbeitslosenhilfe soll sich in Zukunft in Form des Arbeitslosengeldes II der Sozialhilfe angleichen. Hierzu ein Beispiel wie eventuell vergleichbare Fälle bei uns (im Westen – d.R.) gelöst werden.
Kommt eine alte Frau aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in ein Altenheim und kann sie die Pflegekosten nicht aufbringen, dann wird gefragt, ob sie Einkommen hat - als Einkommen gilt dann auch das Wohnrecht auf dem Bauernhof. In diesen Fällen wird die Landwirtschaftskammer gebeten, dieses Wohnrecht zu bewerten. Dieser Betrag wird dann von der Sozialhilfe in Anspruch genommen. Es ist vom Erben des Hofes an den Träger der Sozialhilfe zu erstatten. Vergleichbares könnte ich mir auch in diesem Fall denken. Das Einkommen aus der Pacht ist von der Arbeitslosenhilfe abzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Claus von Arnim, Sande

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