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EU-Kommission verschärft Kontrollen
Mitgliedsstaaten müssen 1% aller Betriebe auf Umweltauflagen prüfen
Pressemitteilung vom 08.04.2004


Neu: Grünlandflächen saldieren, bis das Grünland in einer Region um mhr als 2 Prozent zurückgeht. Ab dann gelten betriebsindividuelle Umbruchverbote.

Die Übertragung von „prämienschaffenden Flächen“ darf besteuert werden, worauf insbesondere Frankreich Wert legt. In Deutschland ist eine Besteuerung dagegen nicht vorgesehen.

Die Durchführungsverordnungen für die entkoppelten Prämien standen vorigen Dienstag in Brüssel im Verwaltungsausschuss für Direktzahlungen der EU-Kommission zur Abstimmung. In ihnen wird geregelt, in welcher Weise die EU-Mitgliedstaaten die Angaben der Landwirte und die Einhaltung der Umweltauflagen kontrollieren müssen.

Erstmals müssen die Mitgliedstaaten 1 Prozent der Betriebe vor Ort von den jeweiligen Fachbehörden prüfen lassen. Was das in der Grundverordnung EG 1782/2003 festgelegte Umbruchverbot für Grünland angeht, wird nun noch eine Marge von minus 2 Prozent eingeführt. Die Mitgliedsstaaten dürfen danach so lange neue und ehemalige Grünlandflächen miteinander saldieren, bis das Grünland in einer Region um mehr als 2 Prozent zurückgeht. Ab dann gelten betriebsindividuelle Umbruchverbote.

Die Übertragung von „prämienschaffenden Flächen“ darf besteuert werden, worauf insbesondere Frankreich Wert legt. In Deutschland ist eine Besteuerung dagegen nicht vorgesehen. Die Abstimmung über einzelne Regelungen zur neu angebotenen Energiepflanzenprämie hat die Kommission kurzfristig auf April verschoben.

Quelle: Ernährungsdienst vom 31.03.2004

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